Die Geschichte
Marie-Luise Surek-Becker
M.-L. Surek-Becker kommt 1982 nach Berlin. Die ausgebildete Buchhändlerin und studierte Germanistin ist im ländlichen Westfalen geboren und aufgewachsen. Dort hat sie bereits ihre Leidenschaft für Literatur und Bücher zum Beruf gemacht.
In Berlin beginnt ihre Karriere in der legendären Buchhandlung Kiepert – jahrzehntelang die zentrale Referenz der Universitätsbuchhandlungen in Westberlin. Hier leitet sie das Antiquariat mit der Spezialisierung auf Berlin, Reisen und Naturwissenschaften.
In der Entwicklungsphase des Jüdischen Museums in Berlin kann M.-L. Surek-Becker das wissenschaftliche Team als Book-Scout begleiten und unterstützen. Seit seiner Eröffnung 2001 gehört es zu den herausragenden Museen in der europäischen Kulturlandschaft.
1993 macht M.-L. Surek-Becker den Schritt in die Selbständigkeit und gründet das Unterwegs Antiquariat. Sie wird unterstützt von einem kleinen, engagierten Team, dessen Expertise in unterschiedlichen Gebieten das Angebot bereichert.
Unterwegs seit 1993
Nach dem Fall der Mauer eröffnen sich ganz neue Perspektiven in Berlin, aber vor allem auch im Umland und in den östlichen Ländern Europas. Die Neugier ist groß, es gibt viel zu entdecken, was M.-L. Surek-Becker bisher nur aus den historische Reiseführern kennt. Sie bereist Brandenburg und Polen, erkundet das ehemalige Galizien, schließt Kontakte und gründet 1993 das Unterwegs Antiquariat – zunächst als Versandantiquariat und natürlich mitten in Ostberlin.
Ihre Fachgebiete Berlin/Brandenburg und Reiseführer behält sie bei. Der erste Versandkatalog erscheint 1993 zum Thema „Galizien – Das vergessene Königreich”.
[Abb. Katalog “Galizien…”]
Unterwegs mittendrin
Die Umbrüche nach 1989 und das wachsende Interesse an der Entwicklung von Berlin, Brandenburg und Ostmitteleuropa lenken den Fokus von M.-L. Surek-Becker auf die Architektur und Fotografie. Infolgedessen entwickeln sich Architektur- und Fotobücher zu einem neuen Schwerpunkt des Antiquariats.
Aus persönlichen Kontakten erwachsen frische Impulse, die schließlich in der Gründung einer Galerieabteilung für Architektur- und Stadtfotografie münden. Mit dem Laden in der Torstraße findet das Projekt 2003 seinen idealen Ort. Unterwegs ist angekommen.
In der Branche vernetzt
Neben den neu gewonnenen Kontakten in die Kultur- und Kreativszene bleibt das kollegiale Netzwerk unter den Antiquaren für M.-L. Surek-Becker ein fundamentaler Anker in der Branche. In der neuen Dynamik in der Hauptstadt treibt eine kleine Gruppe engagierter Kollegen, darunter M.-L. Surek-Becker, die Idee einer Antiquariatsmesse voran.
Die erste LiberBerlin findet 2000 statt. Sie wird in den folgenden Jahren erfolgreich an verschiedenen zentralen Orten der Stadt veranstaltet.
Viele Jahre war M.-L. Surek-Becker auch Mitglied im Verband Deutscher Antiquare und der International League of Antiquarian Booksellers (ILAB).
Alter Kiez, neue Umgebung
Von der Explosion der Kosten in der Berliner Mitte bleibt Unterwegs – wie so viele kleine Unternehmen – nicht verschont. 2018 zieht das Antiquariat in einen kleineren Laden in der Nähe um. Die Galerie muss den räumlichen Bedingungen weichen.
Aber der Umzug in die Ackerstraße mit vielen kleinen Läden, Cafes, Restaurants und Kundschaft aus aller Welt erweist sich als Glück im Unglück. Das Unterwegs Antiquariat wird schnell vertraut in der neuen Umgebung und bleibt bis zur Schließung des Ladens im Sommer 2026 ein fester Bestandteil im Bild der Straße.
Alles hat seine Zeit…
Nach mehr als 30 Jahren schließt sich der Kreis und das Unterwegs Antiquariat kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Seit Sommer 2026 wird es von M.-L. Surek-Becker in kleinerem Rahmen als reines Online- und Versandantiquariat weitergeführt.
Auf den persönlichen Austausch mit Ihnen möchten wir aber nicht verzichten: Wenn Sie ein bestimmtes Objekt vor dem Kauf persönlich in Augenschein nehmen möchten, vereinbaren wir gerne einen individuellen Termin mit Ihnen.